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Zeitmillionäre – mit Bulli und Kind nach Frankreich

Es ist Herbst, die Luft ist schon frischer und den Grill haben wir bereits in den Keller gestellt zum überwintern. Die ersten Blätter fallen von den Bäumen und in Münster hat es sich mal wieder herrlich eingeregnet.

Jelto (camperwerkstatt.ms) hat den Bus nach unserem letzten Trip noch einmal umgebaut und nun haben wir ein richtiges Sofa mit Ausblick im Bus (Individual-Lösungen für eure Bullis bekommt ihr hier). Es kann mit einem einzigen Handgriff zu einem breiten Bett umgebaut werden – ich und mein Rücken freuen sich schon jetzt auf das richtige Lattenrost. Ja, auch wir werden älter und die Klappschlafbänke von Westfalia waren einfach nicht mehr das Richtige für uns.

The Stormrider Surf Guide EUROPE

Ich packe nun die letzen Klamotten und Lebensmittel ein und bin immer wieder verwundert, wie wenig man eigentlich braucht. In der Regel nehmen wir einfach mit, was noch im Kühlschrank ist und kaufen nichts zusätzlich ein. Schließlich fahren wir ja nur nach Frankreich und nicht in die Sahara.

Nachts um 2:00 Uhr geht es dann los. Wir haben alle ein paar Stunden geschlafen, Jelto übernimmt die erste Tour. Ich lege mich aufs Sofa im Bus und mache die Augen zu. Paul macht es sich in seinem Kindersitz vorne auf dem Beifahrersitz gemütlich.

Nach ein paar Stunden stehe ich auf und koche erstmal einen Kaffee in unserer Bulli-Küche und mache ein paar Sandwiches und Obst. Wir durchqueren Belgien und schon bald sind wir in Frankreich. Wir meistern das Pariser Verkehrschaos und machen dann eine längere Pause mit warmen Nudeln und Tomatensauce.

Nun müssen wir nur noch mit der Fähre über die Gironde – das ist das erste große Highlight des Tages für Paul. Die Sonne geht langsam unter und der Himmel verfärbt sich wunderbar.

Die letzten Kilometer bis Montalivet fährt Jelto wieder – wir wollen noch im Hellen ankommen, damit wir uns einen guten Platz zum Schlafen suchen können.

Was ist wichtig bei der Platzwahl wenn man frei stehen möchte? Am Besten ist natürlich ein ebener Boden damit man beim Schlafen nicht vom Bett rollt. Da können schon wenige Zentimeter viel ausmachen. Sollte der Boden zu uneben sein, kann man mit Keilen oder großen Steinen unter den Rädern arbeiten um den Bulli in Waage zu bringen

Gibt es in der Nähe Toiletten? Duschen? Strom? Da wir oft wild und abseits jeglicher Infrastruktur campen, schauen wir uns den Verlauf der Sonne an (Solarenergie) und checken, in welcher Entfernung es die nächste Trinkwasserstation oder einen Supermarkt gibt.

Nicht unwichtig: Wo ist der Zugang zum Strand? Steht man direkt am Weg, kann es laut werden. Sind viele junge Leute neben Euch? Oder eine Wagenburg? Auch hier könnte es abends lauter werden. Seht Ihr Hundenäpfe vor den Autos? Wenn Ihr Kinder dabei habt, ist das auch relevant.

Wenn Ihr dann Euren Platz gefunden habt: Urlaub! Ausschlafen, Essen wenn man Hunger hat, surfen wenn Wellen sind, Holz suchen gehen für das Lagerfeuer am Abend und einfach den Tag vorbei ziehen lassen. Ohne Termine, ohne WLAN, ohne Verpflichtungen, ohne Zeitdruck.

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Die Kinder spielen im Sand, mit Stöcken und Schnitzmesser, laufen barfuss durch das Wasser und sammeln Muscheln und Steine.

 

Abends gibt es dann Stockbrot und Pfannenpizza und wir genießen unseren Rotwein mit den Füßen am Feuer.
Wie macht Ihr Urlaub? Auch mit dem Bulli? Oder lieber Ferienanlage? Oder ganz anders?

8 Comments
  • Naturdecken
    28. Juni 2017 at 15:44

    Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Facebook geteilt und manche Likes dazu bekommen. Weiter
    so!

  • Lisa Santiuste Iñurrieta
    25. Januar 2017 at 08:52

    Ist es in Frankreich erlaubt wild zu campen? Ich hätte es vor Jahren vor, auch mit Bulli bzw großen Auto mit Matratze und habe mich von Gerüchten über horrende strafgebühren dann doch auf einen Campingplatz treiben lassen…

  • Daniel Schmidt
    24. Januar 2017 at 12:18

    Ist das Pizza in der Pfanne? Wird das was ohne Oberhitze?

      • Daniel Schmidt
        26. Januar 2017 at 23:56

        Na dann probiere ich das mal aus. Sind im Sommer auch in Frankreich, da ist Pizza ja Nationalgericht. Oder welches Land war das? 😁

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