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von der Idee zum ebook mit Schnittgeflüster

Ich habe Daniela von Schnittgeflüster einmal gefragt, wie ein Schnittmuster ebook eigentlich entsteht und ich dachte es wäre schön, mit euch zu teilen. Habt ihr euch nicht auch schon einmal gefragt wie das abläuft? Ich finde es wahnsinnig spannend. Natürlich arbeitet jedes Label etwas anders und heute erfahren wir etwas hinter den Kulissen von Schnittgeflüster. [caption id="attachment_6697" align="aligncenter" width="851"] Foto: Schnittgeflüster[/caption] Die Kollektionen von Schnittgeflüster sind dafür ausgelegt dass die Schnittmuster so einfach wie möglich umgesetzt werden - ohne Knöpfe, Reißverschlüsse und Paspeln. In dieser Form sind sie in der Regel schnell genäht und für Anfänger hervorragend geeignet. Aber wie entsteht denn nun der Schnitt bei Daniela? Alles beginnt bei ihr mit Recherche. Fashionblogs, Streetstyles, Trend-Kataloge, Communities mit Schwerpunkt Mode, der eigene Kleiderschrank und Kauferlebnisse vor Ort  - alles gibt Input und Futter für Ideen. Der Kaffee und die Standleitung zur Designerin Faina dürfen da für Daniela nicht fehlen. Wenn die grobe Idee steht wird der Schnitt an der Puppe drapiert und mit Hand auf Papier gezeichnet. Nach dieser Vorlage entsteht dann der erste Rohling, den Daniela dann in ihrer eigenen Größe näht. Dieser Rohling wird dann meist dem Pobenäh-Stamm-Team gezeigt und die Reaktionen abgewartet. Wenn die Mädels begeistert sind, weiß sie dass sie richtig liegt. Aber manchmal macht es ja auch Spaß etwas extra am Mainstream vorbei rauszubringen. Aktuell wird an der Frühjahrs- und Sommerkollektion gearbeitet. Die Schnitte sind so konzipiert dass sie perfekt miteinander kombiniert werden können und ideal sind für den Lagenlook. [caption id="attachment_6698" align="aligncenter" width="891"] Foto: Schnittgeflüster[/caption] Daniela zeichnet die Schnitte in der Regel selbst mit CAD. Sollte sie einmal schnitttechnisch nicht weiterkommen, leitet sie den Schnitt an eine ihrer drei Direktricen weiter. Diese wissen dann ganz genau wie die einfachste Umsetzung des Schnittes zu bewerkstelligen ist. Sie arbeiten hauptsächlich mit GravisCAD oder Indesign. Innerhalb von sieben Tagen liegt dann der Schnitt in Danielas Größe vor, den sie dann Testnähen kann. Im Grunde passen die Schnitte dann schon super - wenn da nicht die genaue Vorstellung von der Designerin wäre! [caption id="attachment_6083" align="aligncenter" width="834"] Kleid LA ISALLA (kompletter Beitrag HIER)[/caption] "Bei mir müsst ihr Gross und Überschnitten /Oversize denken. Ich möchte lockere Passform und bequeme Mode." Das bedeutet, dass Dani´s Kollektionen meist überschnitten und leger sind. Die Direktricen setzen die Änderungen dann kurzfristig um und Dani näht dann ein weiteres Test-Stück. Wenn im Stamm-Team der Probe-Näher jemand ist, der die gleiche Größe trägt, näht dieser auch direkt schon parallel mit. Dann geht es an den Feinschliff und die Gradierung. Die Schnitte von Schnittgeflüster...

Frieda Puppe – Schritt für Schritt

Erinnert ihr euch an die süße Ballerina-Puppe, die ich vor ein paar Wochen genäht habe? Viele haben mich gefragt wie ich das Gesicht gemalt habe und die Haare gesteckt wurden. Aus diesem Grund habe ich bei meiner Frieda-Puppe ein paar Bilder gemacht während sie langsam entstand. Der Schnitt ist wieder Tütüpü von UNIKATze. Ich habe die Hände, den Kopf und den Hals aus Puppenjersey genäht, und die Arme und den Oberkörper aus einem Baumwollstoff mit einem wunderschönen Muster. Der Kopf wird per Hand mit einem Leiterstich (oder Matratzenstich) an den Hals angenäht. Versucht möglichst kleine Stiche zu machen, damit so wenig Falten wie möglich entstehen. Die Beine habe ich aus weißem Baumwollstoff mit kleinen roten Punkten zugeschnitten - ich fand die Kombination so schön! Hier seht ihr die noch "nackte" Frieda, Haare und Gesicht fehlen noch. Den Rock habe ich als Tellerrock zugeschnitten und unten mit einer schönen Borte verziert. Für das Gesicht male ich immer mit einem Bügelstift vor, und später mit den Textilmarkern nach. Als nächstes wird für die Haare 2x Wolle auf ein Stück Pappe gewickelt. Das erste Woll-Stück wird mittig mit einem Geradstich fixiert. Das zweite Woll-Stück wird am Rand unter der Nähmaschine fixiert und klappkantig abgeschnitten. Die Haare die nur am Rand zusammengehalten werden, werden mittig am Scheitel befestigt und am Hinterkopf fixiert. Das Haarteil das mittig zusammengenäht wurde, setzt ihr mittig auf Friedas Kopf und fixiert beide Haarteile mit Stichen per Hand. Für die Frisur teilt ihr das Haupthaar in zwei Stränge, wie wenn ihr Zöpfe flechten wollt. Dann dreht ihr jeden Strang vorsichtig wie ein Seil und legt es als Dutt an den Kopf. Nun fixiert ihr den Dutt wieder mit Nadel und Faden. Verfahre mit dem anderen Strang genau so. Herausschauende Strähnen steckst du unten drunter oder schneidest sie ab. Hier seht ihr das Gesicht noch einmal von nah. Unter den linken Wimpern kann man gut noch den violetten Trickmarker erkennen, mit dem ich das Gesicht vorgemalt habe. Für die rosé angehauchten Wangen habe ich die Farbe erst auf ein Stück Stoff gemalt und dann diesen einfach auf die Wangen abgetupft. Die Kleidung von Frieda ist von den Schnitten sehr einfach, es gibt ein Schultertuch und einen Tellerrock. Das Schultertuch besteht aus einem weichen gelben Strick, den ich mit einer schwarzen Borte verziert habe. Zum Schluß bekam meine Frieda noch Ohrringe und ein buntes Potpourri aus Kunstblumen für die Haare. Hier könnt ihr die Frisur noch einmal etwas genauer sehen. Ist sie nicht wunderbar? Ich wollte dass sie stolz aussieht und entrückt...

Kamera Tutorial Selbstportraits

Da ihr mich öfter gefragt habt, wie ich meine Selbstportraits mache und vor allem auch mit welcher Kamera, möchte ich euch heute ein bisschen was dazu zeigen. Ich fotografiere mit einer Olympus Pen Lite EPL-7 und nehme am Liebsten das Objektiv 17mm Festbrennweite mit einer Lichtstärke von 2.8. Die meisten Bilder mache ich bei uns zuhause im Schlafzimmer. Wie ihr sehen könnt, habe ich dort nicht viel Platz. Das Problem haben sicherlich die Meisten von euch, aber auch auf kleinem Raum kann man tolle Bilder machen. Als Licht nutze ich nur das Tageslicht, das durch unsere zwei Fenster von der Seite kommt, keine zusätzlichen Lampen sind nötig. Die Kamera habe ich auf einem Stativ befestigt, die Höhe ist bei ca. 120cm eingestellt. Die Kamera sollte in etwa waagerecht zur Brusthöhe eingestellt sein, damit ihr nachher einen natürlichen und schönen Winkel der Bilder habt. So verzeichnet nichts und ihr seid nicht unproportional dargestellt. Die Entfernung von der Kamera zur Wand beträgt bei mir 2,85m. Ich nutze für meine Bilder das Programm ART. Dort sind verschiedene Filter voreingestellt sodaß ich mir diese Bearbeitung am Rechner sparen kann. Ich nutze gern ART13, das ist ein vintage Filter in warmen Farben. Als nächstes stellt ihr die Belichtung ein. Diese könnt ihr über die +/- Taste am Kreis-Cursor auswählen. Auf dem Display der Kamera erscheint dann der Belichtungsmesser und ihr könnt mit der Rechts/Links Taste am Kreis-Cursor die Stärke der Über- oder Unterbelichtung einstellen. Da es heute ziemlich düster draußen ist, wähle ich eine 3/4 Blende überbelichten aus +0.7. Achtet bei dieser Einstellung darauf dass ihr nicht zu stark überbelichtet, sonst gehen euch Schattierung und Zeichnung in eurem Bild verloren. Wenn ihr die Belichtung eingestellt habt, wählt ihr die Taste für den Zeitauslöser (ganz unten im Kreis-Cursor). Dort werden euch dann im Display verschiedene Optionen angezeigt. Ich wähle die Custom Einstellung "C", dort habe ich für mich persönlich mein Programm für Selbstportraits gespeichert. Wenn ich nun den Auslöser der Kamera drücke, löst die Kamera das erste Mal nach 6 Sekunden aus und wird dann alle 2 Sekunden ein weiteres Bild machen - insgesamt 10x. Ich habe also nach der Auslösung der Kamera 6 Sekunden Zeit um mich vor der Wand zu positionieren und ändere dann alle 2 Sekunden die Pose für das neue Bild. Da die Kamera immer wieder selbst scharf stellt könnt ihr auch den Abstand zur Kamera verringern , das bedeutet ihr könnt zwischen den Auslösungen auch näher an die Kamera heran...